Album Preview: HIGH TESTAMENT von FOGG

Blumenkinder, die sich Totenköpfe auf die Brust tätowieren lassen, sind ja im Moment ziemlich angesagt. Liegt es daran, dass Standard-Stoner-Rock auch für Gitarristen spielbar ist, die so virtuos wie Reptilien sind oder weil die die Gitarre bei der letzten Lagerfeuer-Session versehentlich ein Eck zu tief gestimmt war und man bemerkt hast, dass Simon Garfunkel in Metal-Version doch gar nicht so schlecht klingt? Wir wissen es nicht. Trotzdem ist uns diese Entwicklung immer noch lieber, wie das USB-Stick-Performance-Gehampel, das uns tagtäglich Darmwinde beschert.

Fogg scheinen der Gattung New-Age-Hippie anzugehören. Scheinen, wohl vermerkt, denn in ihrem neuen Album „High Testament“ dringt durchaus mal ein bisschen „Böse“ durch. Obwohl so manche Passagen, im streambaren Song „Mountain“ an ein Wolfmother ohne Wolf erinnern. Erwarten kann man eine gehauchte, übelst gechillte Stimme, die man nur von sich selber kennt, wenn man den Tabak in seine Sportzigarette vergessen hat oder die Freundin ganz besonders lieb zu einem war. Das Riffing bewegt sich, wie schon erwähnt, irgendwo zwischen australischem Wildhund-Welpen-Schutz und amerikanischer Orange-AMP-Jüngerschaft. Die von der Band selbstgewählte Genre-Beschreibung „US Heavy Psychedelic Rock“ trifft den Stil eigentlich ganz gut: Viel Lob an die Natur, eine Menge „lass uns zusammen high sein“ – man bekommt, was man erwartet. Nur leider aber auch nicht mehr. Egal. Wir mögen langsamen Psych-Rock. Blumen. Und das Leben. Man darf also gespannt sein und wartet auf das Gesamtwerk.

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