Album-Review: Shadows von Valkyrie

Wie diese Besetzung aus Harrisonburg, Virginia, wirklich zu Stande gekommen ist, bleibt ungewiss. Wir leben allerdings in der Vorstellung, dass Pete Adams von der Sludge-Größe Baroness mal wieder Muttern besuchen wollte und beim Kuchenessen auf keinen geringeren gestoßen ist, als sein Brüderchen Jake. Die Gitarre war für beide neben den gemeinsamen Mädls (ja, Brüder teilen alles) schon immer die Nächste im Bunde, deshalb hat man wahrscheinlich bei einer gepflegten Tasse Tee Plus entschieden, den Stoner-Metal wieder salonfähig zu machen und dieser Mission den prestigeträchtigen Namen Valkyrie (deutsch: Walküre) gegeben. Was in der nordischen Mythologie ein weibliches Geisterwesen ist, das die ehrenvoll Gefallenen nach Walhall führt, beschreibt heute Gitarrenvirtuosität von einer breiten Getragenheit, melodiösen Duos der beiden Adams-Boys und starker 70ies-Hard-Rock-Prägung, ohne dabei auf ein brachiales Doom-Riffwerk zu verzichten. Das aktuelle Werk „Shadows“, wird am 17. Mai 2015 veröffentlicht und ist über Relapse Records digital als auch als LP erhältlich. Sofort lieben gelernt haben wir den groovenden Charakter des Songs „Golden Age“. Die Einfachheit seines Rhythmus, die heulende, ja vielleicht sogar flehende Stimme von Jake Adams, der die Band 2002 (damals noch in anderer Besetzung) ins Leben gerufen hat, und die röhrende Gitarrendynamik verschmelzen zu einem Track, den man durchaus episch schimpfen darf. Wir ziehen’s uns auf jeden Fall gerne rein und haben auch mit „Mountain Stomp“, dem zweiten vorab streambaren Lied eine passende Untermalung gefunden, wenn es mal wieder heißt: Hier ist’s scheiße – lasst uns den Spuren in die luftigen Höhen des Metal-Gebirges folgen. Sound an und los.

http://valkyrieband.com/
http://thevalkyrierides.bandcamp.com/
http://www.relapse.com/label/valkyrie-shadows-cd.html
https://www.facebook.com/thevalkyrierides

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